
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Bleistifte unterschiedlich schreiben? Mit manchen kann man besser Zeichnen und mit anderen dafür besser Schreiben.
Das liegt an dem Mischungsverhältnis von Ton und Grafit. Ein Bleistift wird nämlich gar nicht mit Blei hergestellt, sondern aus einem gebrannten Grafit-Ton-Gemisch.
Die Bezeichnung Bleistift entstand im Mittelalter, als man das in England gefundene Grafit für Blei hielt, die richtige Bezeichnung ist also eigentlich Grafitstift.
Damit man nun weiß, wofür man welchen Stift am besten verwendet, gibt es die Härtegrade. Diese gehen zurück auf Nicolas-Jacques Conté, der (um 1759) eine Technik entwickelte, mit der man bei der Bleistiftherstellung das Mischungsverhältnis zwischen Ton und Grafit regulieren konnte.
Je höher der Grafitanteil ist, desto weicher ist die Mine. Je höher der Tonanteil ist, desto härter ist sie.
Hier hast du alle Härtegrade auf einem Blick:
| Härte |
Eigenschaft und Verwendung |
| 9B - 4B |
sehr weich, tiefschwarz für künstlerische Zwecke und zum Skizziern
|
| 3B, 2B, B |
weich, tonsatt Skizzieren, Freihandzeichnen und Schreiben
|
| HB, F |
mittelweich speziell zum Schreiben und linearen Zeichnen
|
| H, 2H |
hart für geometrische und technische Zeichnungen
|
| 3H - 5H |
sehr hart für technische Detailpläne und graphische Darstellungen
|
| 6H - 9H |
extra hart zum Schreiben und Zeichnen auf hartem Material
|